Der ÖPNV in Hamburgs Westen ist eine Katastrophe

Es scheint sich jedes Jahr zu wiederholen. Kaum sind die ersten Minusgerade in Hamburg zu verzeichnen, wird die Anreise zum Arbeitsplatz mit dem ÖPNV zum Lotteriespiel.

Gerade die S-Bahn, und hier nenne ich als Paradebeispiel die S 21, schafft es in den wenigsten Fällen, mal pünktlich im Bahnhof zu erscheinen bzw. am gewünschten Umsteigebahnhof anzukommen. Die Anschlüsse zur AKN in Eidelstedt werden in stetiger Regelmäßigkeit von der S 21 verpasst … und das trotz nagelneuer S-Bahn-Züge.
Dies führt in einigen Fällen dann zu solchen absurden Situationen, dass man kurz vor 16:00 Uhr knapp 20 Minuten auf die nächste Bahn nach Kaltenkirchen warten muss.

Hat man dann – bereits zum Eiszapfen gefroren – einen geeigneten Startplatz zum Run auf einen der begehrten Sitzplätze ergattert und ist man erfolgreich durch die viel zu engen Einlasstüren geschlüpft, so darf man im eingesetzten Kurzzug in einem Ambiente auf „Freizeit“ schalten, das sehr an die Viehtransporte in Richtung Dänemark erinnert.

Man fragt sich, warum gefühlt jede zweite S-Bahn oder der Fahrplan allgemein mit technischen Problemen zu kämpfen hat. Und mir ist unerklärlich, warum zu Hauptverkehrszeiten von der AKN Kurzzüge eingesetzt werden und die alten Triebwagen derweil wahrscheinlich ausrangiert werden.

Der ÖPNV in Hamburgs Westen muss sich verbessern, sonst werden die Pendler Richtung Hamburg in Kürze wieder auf die frisch dreispurig ausgebaute A7 ausweichen.